Handyvertrag ohne Schufa

Das Handy oder auch das Smartphone bestimmt unseren Alltag. Wohin man auch schaut, sieht man die kleinen technischen Geräte. Einen Handyvertrag zu bekommen ist in aller Regel nicht schwer und dennoch gibt es Personengruppen, die bangen, solch einen Vertrag zu erhalten. Der Grund liegt in einem Schufa-Eintrag. Telefonanbieter fragen bei jedem Neuvertrag für ein Smartphone die Schufa an, ob es irgendwelche negativen Einträge für den Kunden gibt.

Hat man einen solchen Schufa-Eintrag, dann bedeutet dies aber nicht zwangsläufig, dass man keinen Vertrag für ein neues Handy bekommt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter, die die Möglichkeit bieten auch mit einem Schufaeintrag einen Vertrag für ein mobiles Telefon abzuschließen.

Warum wird Schufa wegen Handyvertrag angesprochen?

Natürlich stellt man sich die Frage, was es die Schufa angeht, wenn man sich für einen Mobilfunkvertrag entschließt. Diese Frage ist recht schnell beantwortet, denn der Schufa ist das eigentlich egal. Interesse an einem solchen Eintrag hat immer der Verkäufer des Handys bzw. des Vertrages. Die Rede ist hier also von dem Mobilfunkunternehmen, das man sich als Partner ausgesucht hat. Der Grund für die Schufa-Anfrage begründet sich damit, dass sich das Unternehmen vor eventuellen Zahlungsausfällen schützen möchte. Immerhin läuft solch ein Vertrag über zahlreiche Monate. Als Neukunde muss man sich aber keine Sorgen machen, dass ein negativer Schufa-Eintrag zur Gefahr werden kann. Hat man keinen Eintrag bei der Schufa, dann bekommt man sowieso den neuen Vertrag. Sollte die Schufa aber über einen negativen Score berichten, dann kann es unter Umständen eng werden.

Unter Score versteht man die Zahlungsfähigkeit des Kunden. Weicht dieser Score nach unten ab, dann haben die Mobilfunkunternehmen natürlich Bedenken, dass sie ihre monatlichen Beträge nicht bekommen. Selbst wenn die aktuelle Zahlungsfähigkeit sehr gut ist, hat das nicht viel zu sagen, denn Schufa-Einträge reichen rund 3 Jahre zurück. Kam es in dieser Zeit zu Mahnungen oder auch Vollstreckungen, dann schrecken viele Mobilfunkanbieter erst mal zurück. Dennoch muss man auf ein neues Handy mit Vertrag auch mit einer negativen Schufa nicht verzichten, denn es gibt Anbieter denen sind Schufa-Einträge mehr oder weniger egal.

Einen Vertrag trotz Schufa erhalten

Selbst wenn man also einen nicht ganz so positiven Score bei der Schufa hat, dann ist ein Handyvertrag noch möglich. Hierzu muss man natürlich wissen, dass Score nicht gleich Score ist. Hat man den Score, weil man in den letzten Monaten einen Kredit nicht bewilligt bekam oder weil man nicht in der Lage war, einen PKW zu leasen, dann kann man sich schon mal ganz entspannt zurücklehnen. Natürlich gibt es hier keine Garantien, denn jedes Mobilfunkunternehmen handhabt das anders.

Negativer Score, aber Handy ist wichtig

Hat man einen negativen Score und benötigt dennoch ein mobiles Telefon, dann sollte man sich vor dem Vertragsabschluss folgende Fragen stellen. Möchte man das Handy auf Raten kaufen oder will man es lieber komplett zahlen und sich dann keinen Gedanken um monatliche Raten machen. Eine ganz wichtige Frage ist immer die, ob es denn unbedingt ein Handy der neusten Generation sein muss, denn ältere Modelle bekommt man oft sehr viel billiger. Wichtig sind auch die Konditionen, die ein neuer Handyvertrag bietet. Lohnt hier eine Allnet-Flat mit einer Flatrate, weil man den ganzen Tag online sein möchte, oder reicht gar ein Zeit- oder Volumentarif? Wenn man sich diese Frage erst mal alle beantwortet hat und dabei auch ehrlich zu sich selbst war, sieht es mit einem Handyvertrag ohne Schufa schon besser aus.

Den passenden Anbieter finden

Unter den vielen Mobilfunkunternehmen gibt es auch zahlreiche Anbieter, die keinen so großen Wert auf Ergebnisse von Schufa-Anfragen legen. Diese Unternehmen haben völlig eigene Konzepte entwickelt, sodass jeder die Chance auf einen Mobilfunkvertrag bekommen kann. Zu den bekannten Anbietern für einen Handyvertrag ohne Schufa gehören neben 1 & 1 auch O2, Base, Otelo und die Bildmobil Simkarte.

Die alternativen Vertragsmodelle

Bei einem negativen Schufaeintrag bieten einige der Mobilfunkunternehmen ganz spezielle Verträge an. Einer davon ist das Kautionsmodell. Für den Nutzer bedeutet dies, dass er vor dem Abschluss eines neuen Handyvertrages eine bestimmte Summe an den Provider als sogenannte Kaution zahlt. Sobald diese Summe auf dem Konto an Anbieters eingeht, bekommt man seinen Handyvertrag trotz Schufa. An Anbieter nutzt den Kautionsbetrag dann für offene Rechnungen. Geht die monatlichen Beträge des Verbrauchers immer fristgerecht ein, so wird am Ende der Vertragslaufzeit der Kautionsbetrag vom Mobilfunkanbieter an den Verbraucher zurückgezahlt.

Eine weitere Variante ist der Vertrag ohne feste Laufzeit. Dies bedeutet, dass sich der aktuelle Vertrag nur immer um einen Monat verlängert, wenn der Verbraucher den nächsten Monat bereits im voraus zahlt.

Ist die Schufa so schlecht, dass alle Mobilfunkanbieter einen Mobilfunkvertrag ablehnen, dann kann der Verbraucher noch auf den Prepaid-Vertrag zurückgreifen. Für solchen Mobilfunkvertrag benötigt man als Verbraucher nur immer eine aufladbare Handykarte, die man in vielen Geschäften zu einem festen Betrag erwerben kann. Verbraucher sind so nicht an lange Vertragslaufzeiten gebunden und können jederzeit an Anbieter wechseln, wenn dieser günstige Tarife im Angebot hat.

Das hohe Risiko der Mobilfunkunternehmen

Bietet ein Mobilfunkunternehmen einen Handyvertrag ohne Schufa an, dann geht es natürlich einen sehr hohes Risiko ein. Der Anbieter kann sich während der gesamten Laufzeit nicht sicher sein, ob der Kunde regelmäßig seine Monatsraten zahlt oder ob es zu ausfällen kommt. Oftmals haben die Kunden mit dem Vertrag auch noch ein Handy der neusten Generation bekommen, was für den Anbieter zusätzliche Kosten bedeutet. Damit sich Anbieter hier ein wenig schützen können, bekommen Kunden mit einem negativen Score zwar einen Handyvertrag, der aber oftmals schlechtere Konditionen beinhaltet.

Guten Handyvertrag mit negativem Score finden

Weiß der Verbraucher schon im Vorfeld, dass die Bonitätsprüfung nicht wirklich positiv ablaufen wird, dann kann er sich schon vor dem Antrag im Internet umschauen, welche Anbieter ihm hier gute Konditionen bieten. Hilfreich sind hier auf jeden Fall die zahlreichen kostenlosen Vergleichsseiten, die oftmals eine extra Rubrik haben, in der es um das Thema Handy trotz Schufa geht. Wer sich also im Vorfeld ausreichend informiert, kann sich seinen Wunsch nach einem Smartphone mit einem Mobilfunkvertrag oftmals doch erfüllen und eventuell sogar günstiger als es auf den ersten Blick scheint. Man muss als Kunde mit einer negativen Bonität also nicht zwingend auf einen Handyvertrag verzichten, wenn man im Vorfeld schon einige Fragen klärt.